Nahrungsergänzungsmittel bei Bluthochdruck

Erläuterung zu Vitalstoffen

.. und wie sie bezüglich des Blutdrucks wirken.1

Vitamin C

  • wird zum Aufbau von Körpergewebe (Collagen, Elastin,…) gebraucht, woraus u.a. auch die Blutgefäße bestehen.
  • wird für die Freisetzung des gefäßerweiternden Prostacyclin gebaucht.
  • bewirkt die Erhöhung der Produktion von Stickstoffmonoxid, welches gefäßerweiternd wirkt.
  • ist antioxidativ wirksam und dient so dem Schutz vor Schäden an Gefäßen und Zellen.
  • wird zur Herstellung verschiedener Hormone benötigt.
  • ist an der Blutbildung beteiligt und verbessert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Quellen.
  • ist ein natürlicher Blutverdünner.
  • verhindert die Umwandlung von Nitrat in Nitrit, so dass auch keine Nitrosamine (krebserregend) gebildet werden.

Vitamin B Komplex

Stellvertretend seien hier ein paar Eigenschaften des Vitamin B6 aufgeführt. Aber auch alle anderen B-Vitamine sind wichtig:

Vitamin B6 (Pyridoxin)

  • arbeitet grundsätzlich mit Vitamin B2 zusammen
  • ermöglicht den ordnungsgemäßen Abbau der Aminosäure Methionin. Anderenfalls entsteht Homocystein. Dieses ist schlecht für die Bildung von Kollagen und somit für die Knochen- und Gefäßgesundheit(!).
  • erforderlich für Regulation des Kalium-Natrium-Haushalts und somit des Wasser- und Mineralstoffhaushalts und der Reizweiterleitung im Organismus. B6-Mangel kann zu Wassereinlagerungen (Odemen) führen.

Co-Enzym Q10

  • unterstützt die innere Zellschicht der Blutgefäße (das Endothel) und somit die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO), was gefäßerweiternd wirkt. Das bedeutet auch eine Senkung des Blutdrucks.
  • ist stark antioxidativ wirksam und soll die Oxidation von Cholesterin verhindern, was wiederum Ablagerungen an den Blutgefäßwänden unterbindet.
  • hilft aufgrund seiner antioxidativen Wirkung verbrauchtes Vitamin E zurückzugewinnen.

Vitamin D

  • verstärkt vermutlich die Innenwände der Blutgefäße sowie die umgebenden Muskeln. Ein Mangel macht die Blutgefäße starr und unelastisch. Das erklärt sich offenbar auch durch die hormonähnliche Wirkung und die Hemmung von Botenstoffen, welche die Blutgefäße eng stellen.
  • ist am Immunsystem beteiligt. Es aktiviert Abwehrzellen (T-Zellen).
  • reduziert die Tendenz im Körper, Blei einzulagern.
  • Ein Mangel wird mit unterschiedlichsten Krankheiten in Zusammenhang gebracht wie Rachitis, Krebs, Osteoporose, Diabetes, kardiovaskuläre Krankheiten und Autoimmunkrankheiten.
  • Ein Mangel führt zu verstärkter Einlagerung von Körperfett.
  • Es sollte auch ausreichend Vitamin K2 vorhanden sein, damit der Kalziumstoffwechsel (Darm, Blut, Knochen) ausgeglichen bleibt.

Vitamin E

  • schützt die Fette im Körper vor Oxidation (dem „Ranzigwerden“), was besonders für die Verarbeitung der wertvollen ungesättigten Fettsäuren wichtig ist, welche schnell oxidieren.
  • unterstützt das Nervensystem
  • entspannt den Herzmuskel und die Muskeln der Blutgefäße
  • stabilisiert die Zellmembran
  • hemmt die Blutplättchenverklumpung
  • ist antientzündlich
  • ist im Eiweißstoffwechsel eingebunden
  • stärkt das Immunsystem
  • wirkt der Arteriosklerose entgegen

Magnesium

-> spielt eine wichtige Rolle bei folgenden Körperprozessen:

  • Übertragung von Reizen von Nerven auf die Muskeln, auch beim Herz
  • Magnesium hält die Blutgefäße elastisch (entkrampfend)
  • Muskelentspannung
  • Schutz des Nervensystems
  • Freisetzung des Stresshormons Adrenalin
  • Maßgebliche Beteiligung am Aufbau von Knochenmasse
  • Interaktion mit anderen Mineralstoffen, wie Natrium und Kalzium, beim Zellstoffwechsel. Oft kommt Magnesiummangel zusammen mit einem Kaliummangel daher.
  • Glucose-Stoffwechsel. Es sorgt mit für den Transport der Glucose in die Zellen, wo es zu Energie umgewandelt wird und wirkt somit einer Insulinresistenz entgegen (siehe Diabetes mellitus Typ2).
  • Magnesium ist an der Proteinbildung beteiligt.
  • Es hat entgiftende Eigenschaften und unterstützt z.B. die Ausleitung von Quecksilber, Blei, Aluminium, Cadmium.
  • Magnesium hat einen günstigen Einfluss auf die Geschlechtsorgane und den Hormonhaushalt.
  • u.v.m.

Kalium

  • Kalium ist wichtig für den Flüssigkeitshaushalt.
  • Zusammen mit Natrium ist es außerdem für die Reizweiterleitung in den Zellen zuständig (sog. Natrium-Kalium-Pumpe).
  • Es entspannt die Gefäßmuskulatur und hilft bei der Regulierung des Herzschlags, wodurch sich bei Mangel ein erhöhter Blutdruck erklären kann.

Arginin

  • Arginin ist eine Aminosäure, welche der inneren Schicht des Blutgefäßes als Rohstoff für Stickstoffmonoxid dient.
  • Die zu erwartende Blutdrucksenkung beträgt (bei 2-6g Arginin täglich) ca. 6 mmHg (systolisch) und 3 mmHg diastolisch.

1 teilweise entnommen aus Berger: Blutdruck senken ohne Medikamente, 2013. Seiten 75-94.

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